Der Wikinger

Der Wikinger von erik Gustaf Geijer
Sommernacht an der grönländischen Küste um das Jahr 1000Gemälde des dänischen Künstlers Carl Rasmussen.

Eines der berühmtesten Gedichte von Erik Gustaf Geijer aus dem Jahr 1811.

Als ich fünfzehn Jahre alt war, wurde das Haus zu klein für mich,
Dort lebte ich mit meiner Mutter.
Um die Straßen zu bewachen, wurde mir der Tag lang;
Ich habe meine Meinung geändert.
Ich träumte, ich dachte, ich weiß nicht, was,
Ich könnte nicht glücklicher sein, als ich es früher war.
In den Wäldern.

Mit kühlem Verstand lief ich auf den Berg,
Und schaute in das weite Meer.
Der Gesang der Wellen kam mir so süß vor,
Dort tauchen sie in das schäumende Meer.
Sie kommen aus dem Land der Federn, des Gefieders,
Sie halten keine Ketten, sie fühlen keine Fesseln
Im Hafen.

Eines Morgens sah ich vom Ufer aus ein Schiff;
Wie ein Pfeil schoss er in die Bucht.
Dann war meine Brust hungrig, dann brannte mein Geist,
Dann wusste ich, was mich müde machte.
Ich fliehe aus dem Ghetto und meine Mutter,
Und der Wikinger nahm mich mit auf das Schiff
Am Hafen.

Und der Wind mit Kraft in die Segel rasen;
Wir flogen auf dem Rücken der Wellen.
In der lodernden Tiefe bricht die Spitze des Berges zusammen,
Und ich war so glücklich und so sicher.
Ich nahm Vaters rostiges Schwert in die Hand
Und schwor, mir Reich und Land zu geben
Am Hafen.

Im Alter von sechzehn Jahren schlug ich den Wikinger,
Der mich bartlos und schwach beschimpfte.
Ich wurde ein Seekönig - über die Gewässer ging
Im blutigen Spiel der Herde.
Ich bin gelandet, habe Schlösser und Paläste gewonnen,
Und mit meinen Kämpfern für den Rasen das Los gezogen
Am Hafen.

Aus den Hörnern leerten wir den Met-Most
Mit Kraft auf stürmischer See.
Von der Welle regierten wir an der Küste -
In Valland habe ich mir ein Moor genommen -
Drei Tage lang weinte sie, dann war sie zufrieden,
Und so stand unsere Hochzeit, mit spielerischer Fröhlichkeit
Am Hafen.

Auch ich besaß einst Ländereien und Schlösser,
Und trank unter einem rußigen Grat[1],
Und brachte Kummer über Reich und Kirche,
Und sof in Mauern und Schlössern.
Es war ein ganzer Winter - er kam mir lang vor,
Und obwohl ich ein König war, war die Erde zu eng für mich
Emot havvet.

Ich tat nichts, hatte aber auch keine Ruhe,
Um jedem hilflosen Idioten zu helfen.
Sie wollen mich für eine Mauer um das Nest des Bauern
Und den Sack des Bettlers zu verschließen.
Auf der Schere, der Kante und den Dieben und Räubern
Ich hörte mein Füllen - ich war weit weg
Auf zum Hafen!

Also betete ich - aber der Hang ging und der Winter war lang,
Und mit Sirup die Strände besprenkelt,
Und die Wellen singen wieder ihr Lied
Und Ton: auf See, auf See!
Und Frühlingswinde spielen im Tal und in der Höhe,
Und die Bäche fallen frei vor Freude
Im Hafen.

Dann wurde ich von dem unsichtbaren Band ergriffen,
Mich hat das Rennen der Wellen angezogen.
Ich habe mein Gold in Stadt und Land verstreut,
Und zerschlug meine Krone
Und arm wie in alten Zeiten, mit einem Schiff und einem Schwert.
Gegen unbekannte Schicksale in die Wikinger-Reise gezogen
Am Hafen.

Wie der Wind frei spielten wir mit der Lust
Auf dem frühlingshaft sprudelnden See.
Wir Männer sahen, an einem fremden Ufer,
Auf die gleiche Weise leben und sterben.
Bedenken, dass sie sich niederlassen könnte;
Doch Kummer, sie kennt den Weg des Wikingers nicht
Am Hafen.

Und wieder stand ich inmitten der Kämpfe und kundschaftete aus
Nach Schiffen im federleichten Blau.
Die Segel der Wikinger kamen - dann war Blut an der Tagesordnung;
Der Schleicher kam - und er wurde freigelassen.
Doch blutig ist der Sieg des tapferen Gastgebers,
Und Wikingerfreundschaft, sie ist mit Schwertern verbunden
Am Hafen.

Ich stand tagsüber in einem Schaukelstuhl,
In der Herrlichkeit lag für mich die Zukunft;
So lustig, wie der Schwan in der Schaukelsäge,
Ich wurde auf einer tosenden Welle getragen.
Meine war dann jede Beute, die in mein Rennen kam,
Und frei wie der unermessliche Raum meine Hoffnung,
Am Hafen.

Aber ich stand nachts mit meinem Stab da und schwankte,
Und die einsame Welle rauschte,
Dann hörte ich, wie die Hornissen ihren Webstuhl häkelten,
In der Aufnahme des Sturms durch den Weltraum.
Wie die Schicksale des Getreides schlagen die Wellen hoch:
Am besten bereit sein für die Fahrt als Fall
Am Hafen.

Ich war zwanzig Jahre alt - dann kam der Ärger,
Und der See verlangt jetzt mein Blut.
Er kennt es gut, er hat es auch getrunken
Wo die heißeste Schlacht stattfand.
Das brennende Herz, das so schnell schlägt,
Es wird bald kühl werden und kühler Ort
Im Hafen.

Doch ich beschwere mich nicht über die Reden meiner Tage:
Snar war, aber gut, ihre Geschwindigkeit.
Es gibt keinen anderen Weg als den in die Halle der Götter;
Und das sollte besser bald geschehen.
Mit dem Todeslied gehen die klingenden Wellen:
Von ihnen habe ich gelebt - mein Grab werde ich erhalten
Im Hafen.

So singt auf der einsamen Felsenhalle
Der schiffbrüchige Wikinger in den Wogen der Brände -
In den Tiefen des Sees rifver er -
Und die Wellen singen wieder ihr Lied,
Und der Wind treibt sein spielerisches Spiel;
Aber die Erinnerung an das Verlorene - sie bleibt.


1. niemals unter einem rußigen Fluss zu trinken, das heißt: unter einem Dach oder auf dem Land, war sonst wikingischer Brauch.

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