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13 schöne Kulturreservate aus ganz Schweden

Askhults von

Derzeit gibt es in Schweden 45 Kulturreservate - sehr unterschiedliche und besonders wertvolle Kulturlandschaften, die gemäß Managementplänen zusammen mit dem mit der Stätte verbundenen Wissen und den Traditionen erhalten werden. Hier sind 13 Beispiele aus ganz Schweden.

Seit 1999 können Gemeinden und Provinziallandtage in Schweden wertvolle Kulturlandschaften als Kulturreservate ausweisen. Das bedeutet, dass die einbezogenen Gebäude, Grundstücke und Überreste unter besonderen Schutz gestellt und nach einem festgelegten Plan verwaltet werden. Der Managementplan beinhaltet oft die Erhaltung des Wissens und der Traditionen, die mit der Stätte verbunden sind, und es liegt in der Verantwortung des Managers, die Aktivitäten den Besuchern auf verschiedene Weise zugänglich zu machen. In vielen Fällen werden auch Führungen, Vorträge oder spezielle Aktivitätstage angeboten. Kulturelle Stätten sind manchmal in Privatbesitz, aber viele werden von Stiftungen, Museen oder gemeinnützigen Vereinen verwaltet.

Das erste Kulturreservat, das Dorf Åsens in Småland, wurde im Jahr 2000 eingerichtet. In Schweden gibt es derzeit 45 Kulturreservate, die eine große Vielfalt an Umgebungen und Aktivitäten repräsentieren. Viele davon sind gut erhaltene Bauernhöfe aus der bäuerlichen Vergangenheit, aber auch Mühlengemeinden, Fischerdörfer, Brunnenstandorte, Gutshäuser und Orte mit vielen alten Denkmälern.

Kulturreservate gibt es inzwischen fast im ganzen Land, von Överkalix in Norrbotten bis Osby in Skåne. Das bedeutet, dass Sie fast überall, wo Sie in Schweden unterwegs sind, gute Möglichkeiten haben, kulturelle Reserven zu erleben. Wer tauchen kann, hat sogar die Möglichkeit, an einem Unterwasserkulturreservat in Form eines Gebiets mit kulturell interessanten Schiffswracks vor Dalarö teilzunehmen.

Nachfolgend finden Sie eine Liste ausgewählter Umgebungen, die es wert sind, aufgesucht zu werden. Auf der Website des National Heritage Board können Sie mehr lesen und finden ein Verzeichnis aller Kulturreservate.

Öna (Östergötland)

Öna untere Farm. Foto: Bengt Oberger, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Insel besteht aus vier isolierten Bauernhöfen auf unfruchtbarem Land in den Wäldern. Gemeinsam legen sie Zeugnis ab vom Leben in einer armen Waldsiedlung im 19. Das gesamte Ackerland ist bereits vergeben. Unscheinbare Ackerflächen sind zwischen Steinen und Felsbrocken eingekeilt, und es wurden kleine Terrassen angelegt, um die Anbaufläche zu vergrößern. An mehreren Stellen sind Steinmännchen errichtet worden. Hier wird deutlich, wie viel Aufwand nötig war, um den Wald in Felder und Wiesen zu verwandeln.

Fatmomakke Kirchengemeinde (Lappland)

Fatmomakke Kirchenstadt in den frühen 1900er Jahren, Schwedischer Tourismusverband

Die Kirchenstädte sind ein einzigartiges kulturelles Erbe in den nördlichen Teilen Schwedens und Finnlands. Die weiten Entfernungen machten es notwendig, dass die Kirchenbesucher in der Nähe der Kirche eine Unterkunft fanden, was zum Bau einer Siedlung mit einfachen Übernachtungsmöglichkeiten führte. Die Kirchenstadt Fatmomakke entstand im 18. Jahrhundert, als die Samen begannen, Hütten in der Nähe eines Kirchengebäudes im südlichen Lappland zu errichten. Im 19. Jahrhundert fügten die Siedler der Kirchenstadt die Hütten der Rucksacktouristen hinzu, so dass die heute noch erhaltenen Gebäude eine große Vielfalt an Bautraditionen repräsentieren.

Ronneby-Brunnenpark (Blekinge)

Ronneby-Brunnenpark

Der Brunnsparken in Ronneby ist Hunderte von Jahren alt. Der saure Brunnen, aus dem die besondere Brunnenumgebung hervorging, wurde im frühen 18. Jahrhundert entdeckt. Er wurde als Quelle der Gesundheit angepriesen und ein Kurort entwickelte sich, da die Menschen ihn suchten. Heute ist das Gebiet ein Park, in dem sich Wanderwege durch Gärten und schöne Holzgebäude aus der Brunnenzeit schlängeln. Der Park hat mehrere Auszeichnungen erhalten und wurde 2005 zum schönsten Park Schwedens gekürt.

Militärflugplatz 16 (Värmland)

Als Scheune getarnter Hangar auf dem Kriegsflugplatz 16. Foto: Janee, CC-BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Brattforsheden in Värmland ist Schwedens einziger erhaltener Flugplatz aus der Kriegszeit. Es ist ein unverwechselbarer Teil des militärhistorischen Erbes des Landes und veranschaulicht die schwedische Mobilmachung während des Zweiten Weltkriegs. Die Umgebung ist mit Kasernen und Verladehallen intakt.

Stabergs Bergsmansgård (Dalarna)

Stabergs Bergsmansgård

In Staberg sind alle Teile des Bergguts erhalten geblieben: Gebäude, Garten, Hüttenbereich, Ackerland und Wald. Die gut erhaltenen Holzhäuser zeigen, wie die Bergleute lebten, und der dazugehörige Barockgarten bewahrt den Charakter des 18. Im Süden des Gartens überblickt das Staberg Manor die Landschaft. Wer möchte, kann die alten Abraumhalden besuchen, die eine faszinierend trostlose Landschaft bilden.

Fischerdorf Sandviken (Ångermanland)

Fischerdorf Sandviken. Foto: Jan Norrman, Riksantikvarieämbetet, CC BY-SA 2.5 via Wikimedia Commons

Im nördlichsten Teil von Norra Ulvön vor der Küste von Ångermanland liegt das Fischerdorf Sandviken an einer offenen Bucht. Die Bootshäuser gruppieren sich in einem Bogen um den Hafen und vermitteln ein Bild davon, wie ein Fischerdorf im 18. Jahrhundert aussah. Die Langstreckenfischerei, die hier ihren Anfang nahm, hat mittelalterliche Wurzeln.

Linnaeus Hammarby (Uppland)

Linnaeus' Hammarby. Foto: Helen Simonsson, CC BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons

In Hammarby in Uppland hatte Carl Linnaeus seine Sommerresidenz, und der Ort ist von seiner Arbeit im 18. Jahrhundert geprägt. Er nutzte die Felder rund um den Hof als botanisches Versuchsfeld für Testanbauten von einheimischen und exotischen Pflanzen. Viele Arten überleben auch heute noch.

Bollaltebygget (Halland)

Der Ballsaal

Die Gemeinde Knäred in Südhalland hat dieses besondere kulturelle Umfeld. Das Kernstück des Kulturreservats besteht aus einem vierspurigen Bauernhof aus dem 17. Auf dem umliegenden Gelände befinden sich ein gut erhaltener Weg, Anbaugräben und Weiden, die von Steinmauern begrenzt sind. Außerdem gibt es mehrere Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen. Wer die Gegend erkunden möchte, kann einem Natur- und Kulturpfad folgen.

Äskhult (Halland)

Äskhults Dorf. Foto: Martial Gaillard-Grenaider, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons 

In Äskhult kann man sehen, wie ein Bauerndorf vor der Bodenreform des 19. Jahrhunderts aussah. Das Kulturreservat besteht aus vier Bauernhöfen, die sich um einen Dorfplatz gruppieren. Die Gebäude sind archaisch und von Feldern, Kohlgärten und behauenen Bäumen umgeben. Der Weg zum Dorf führt über die alte Straße. Das Dorf hat heute keine Einwohner mehr und wird von einer Stiftung verwaltet, die zahlreiche öffentliche Veranstaltungen organisiert.

Schlosspark Gräfsnäs (Västergötland)

Schloss Gräfsnäs. Foto: Dagjoh, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Im 16. Jahrhundert wurde in Gräfsnäs ein Schloss erbaut, das jedoch später dreimal durch Feuer zerstört wurde. Nach dem letzten Brand im Jahr 1834 wurde das Schloss dem Verfall überlassen und ist heute eine Ruine. Die Besucher können die Spuren der Geschichte sowohl im Gebäude als auch im umliegenden Schlosspark lesen. Im Sommer werden historische Führungen, Jahrmärkte und Ritterturniere organisiert.

Stensjö Dorf (Småland)

Stensjö Dorf. Foto: Holger Ellgaard, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Die Landschaft um das Dorf Stensjö ist das Ergebnis jahrhundertelanger Landwirtschaft, Viehzucht, Steinabbau und Mahd. Rot gestrichene Häuser, Felder, Obstgärten, Weiden und Höfe vermitteln ein idyllisches Bild aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Mehrere Szenen aus der Verfilmung der Bücher von Astrid Lindgren über die Kinder in Bullerby wurden auf dem Gelände gedreht.

Mårtagården (Halland)

Der Herrensitz Mårtagården. Foto: Hansnerstu CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Das Kulturreservat umfasst zwei Kapitänshöfe (Mårtagården und Apelhögen) auf der Halbinsel Onsala. Zusammen veranschaulichen sie eine einzigartige Seefahrerkultur, die Landwirtschaft und Langstreckenschifffahrt miteinander verbindet. Die Höfe stammen aus dem 18. Jahrhundert und werden heute von einer Stiftung verwaltet. Das Bauernhaus des Mårtagården ist noch aus der aktiven Zeit des Hofes erhalten und kann für Gruppen besichtigt werden. Die umliegende Agrarlandschaft wird nach alten Methoden bewirtschaftet.

Altes Bergbaudorf Pershyttan (Västmanland)

Alt-Pershyttan

Hier können Besucher ein gut erhaltenes Bergdorf mit seiner landwirtschaftlichen und industriellen Landschaft entdecken. Seit dem 14. Jahrhundert leben hier Menschen und betreiben Bergbau. Die Hütte, das Hüttendorf, das Bergbaugebiet und das Wassersystem sind heute noch erhalten. Die Schmelzhütte befand sich wahrscheinlich schon seit dem Mittelalter an der gleichen Stelle bei den Smygarebäcken, erhielt aber 1856 ihre heutige Form. Der Rostofen und der Hochofen sind noch so erhalten, wie sie nach der letzten Sprengung im Jahr 1953 verlassen wurden.

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