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Über die Feierlichkeiten des Nationalstaates

Nationalstaat
1984: Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag in Kvarnbyvallen in Mölndal. Foto: Harry Moum, Stadtmuseum Mölndal (CC BY-SA)

Über Nationalfeiertage und den ewigen Feind der spontanen Ordnung und freiwilligen Gemeinschaften

Lars Anders Johansson hat gerade noch rechtzeitig für die Nationalfeiertage einen Artikel geschrieben am Nationalfeiertag, wo er den Unterschied zwischen gezwungen und Freiwillige Gemeinden - mit Blick auf die schwedische Geschichte und die Beziehung zwischen Nation und Staaten. Definitiv lesenswert, und das sage ich nicht nur, weil Projekt Allmogen am Ende eine nette Erwähnung bekommt.

Die Nation, die imaginierte Schicksalsgemeinschaft, die auf einer gemeinsamen Sprache, Geschichte und Kultur beruht, hat sich als eine der beständigeren Gemeinschaften erwiesen und als eine Gemeinsamkeit, mit der sich viele Menschen natürlich identifizieren.
[...] Wenn die nationale Gemeinschaft nicht mit den politischen Zielen übereinstimmt, kann der Staat stattdessen versuchen, sie zu spalten und aufzubrechen und andere Gemeinschaften zu schaffen, die den alten zuwiderlaufen. Die ungeschickten Versuche, von oben eine Art "Nationalismus" für die europäische Zusammenarbeit zu schaffen, ist eines der deutlicheren Beispiele.

Lars Anders Johansson

Neben dem zeitgenössischen Beispiel von Lars Anders ist auch der schwedische Nationalstaat ein Beispiel für eine Gemeinschaft, die einst dem einfachen Volk der vielen verschiedenen Regionen aufgezwungen wurde. In den alten Grenzsiedlungen von Blekinge zum Beispiel konnte man den Bauern an einem Tag sagen, sie seien Schweden und am nächsten Tag Dänen, je nachdem, welche Soldaten des Königs gerade durch die Siedlung zogen und von den Bürgern Loyalität und Steuern forderten.

Ein weiteres zeitgenössisches Beispiel ist die schwedische "Multikultur", nennen wir sie "Diversitätsnationalismus", nur die jüngste der von der Zentralmacht von oben aufgezwungenen Gemeinschaften. Eine "Gemeinschaft", der es ebenfalls an volksnahen Wurzeln fehlt, ein durch und durch elitäres Projekt, das in seinem selbstherrlichen Auftreten und seiner Sprache amüsanterweise an eben jenen chauvinistischen Nationalismus erinnert, der seine Hauptbefürworter rot sehen lässt. Aber wie Lars Anders Johansson schreibt, ist die Zukunft des neuesten Gemeindebaus des Landes alles andere als sicher:

Natürliche Gemeinschaften, die auf gemeinsamer Sprache, Kultur und Geschichte basieren, entstehen im Laufe der Zeit und durch spontane Ordnung. Ihre Trägheit und Freiwilligkeit bedeuten, dass sie dazu neigen, über längere Zeit zu bestehen. Menschen, die auf der Grundlage dieser Parameter ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft empfinden, sind in der Regel lebensfähig und in der Lage, auch die schwierigsten Nöte zu ertragen.
[...] Unnatürliche Gemeinschaften, die durch politische Entscheidungen von oben auferlegt werden, neigen dazu, schwach und kurzlebig zu sein. Die Menschen empfinden bei politischen Dokumenten und bürokratischen Formularen einfach nicht das gleiche Gemeinschaftsgefühl wie bei denen, mit denen sie Sprache, Kultur und Geschichte teilen.

Bedeutet dies, dass wir den Nationalfeiertag nicht feiern sollten? Nein, natürlich sollten Sie das tun, wenn Sie wollen. Aber denken Sie daran was die Sie tatsächlich feiern. Setzen Sie einen Gedanken hinter die Aktion. Vilhelm Moberg hat. Angesichts der besorgniserregenden Entwicklungen in diesem Land, denke ich, dass es zuletzt die es verdient, heute gefeiert zu werden, ist Staaten und was auch immer Politiker behaupten, wir sollten heute feiern.

Nun, wie Sie vielleicht merken, mag ich keine Zwangsgemeinschaften, auch nicht die "multikulturelle" - eben weil sie auf staatlichem Zwang statt auf Freiwilligkeit beruht.

Die alte schwedische Gemeinschaft wurde in ihren Anfängen sicherlich auch von oben auferlegt, aber durch eine lange und schmerzhafte Geburt wurde sie schließlich zu der Gemeinschaft, aus der die Schweden in den dunkelsten Zeiten Kraft schöpften. Es war die schwedische Flagge, um die sich Vilhelm Moberg und seine Landsleute versammelten, als die Gewaltmächte Schweden während des Zweiten Weltkriegs umzingelten. In der schwedischen Gemeinschaft fanden sie die Kraft, sich zu wehren. Selbst ich, der ich mich als libertären Anarchisten betrachte, als einen Libertären, der die Freiheit des Individuums an die erste Stelle setzt, kann daher die schwedische Nation, von der ich durch die Sprache, die ich spreche, die Kultur, die ich in mir trage, und die Geschichte, die ich mit anderen Schweden teile, ein Teil bin, nicht herabsetzen. Aber der Nationalfeiertag ist und bleibt der Tag des Staates, der Tag der Macht, und das "Schweden", das gefeiert wird, ist das, was die Macht sagt, was es sein soll.

Mittsommer hingegen ist eine andere Geschichte! Es ist die schwedische wahr Urlaub zu dieser Zeit des Jahres, über die Lars Anders auch geschrieben hatein Fest, das viel älter ist als der Nationalstaat Schweden, und ein Fest, dessen Wurzeln direkt in die Seele der Menschen.

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