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Fettis Day Frösche und andere lustige Streiche - die Bräuche der antiken Welt um die Fastenzeit

Fetter Tag Würfel
Anfang 1900: gierige Tagelöhner aus der Gemeinde Alfta, Voxnadalen, Hälsingland. Die Masken wurden in Alfta angeblich "skråm öger" genannt. Foto: Nordisches Museum

Die Tradition, sich als Fete's Day-Kobolde und Kobolde zu verkleiden, ist eine sehr alte Tradition, die auch heute noch unter den einfachen Leuten in Alfta in Hälsingland lebt, aber heute sind es die jüngeren Kinder, die sich verkleiden - und vielleicht nicht ganz so furchterregend kostümiert wie früher.

Der Fetttag wird auch Schweinefetttag, Butterfetttag u.ä. genannt und ist der letzte Tag, an dem die Genüsse der Tafel erlaubt sind, bevor morgen am Aschermittwoch die katholische Osterfastenzeit beginnt. In einigen Teilen des Landes werden an diesem Tag sieben Mahlzeiten gegessen, und in Norwegen ist der Tag auch als "sjumålsdagen" bekannt.

Was ist mit den Fatties? Nun, an diesem besonderen Tag, an dem die Tische voll waren, war es Brauch, dass keinem Besucher eine Leckerei verweigert wurde. Deshalb war es Tradition, sich am Faschingsdienstag zu verkleiden und zu den Bauernhöfen in der Umgebung zu gehen, wo sie etwas zu essen bekamen und als fahrende Gaukler auftraten. Aber es ging nicht nur darum, einen Happen zu essen, der Fatty's Day war auch ein Tag, um einfach zusammenzukommen und Spaß zu haben. Überall im Land wurden Spiele gespielt und festliche Streiche gespielt, nicht unähnlich der Weihnachtszeit.

In Skåne gab es verschiedene Reiterspiele, bei denen sowohl die Pferde als auch die Reiter schön mit "Peitschen" geschmückt waren und die Reiter Blumen oder Peitschen aus Reis in ihren Hüten hatten. Leider gibt es auch viele Beispiele aus der Geschichte des einfachen Volkes für die Intoleranz der schwedischen Obrigkeit gegenüber diesen einfachen Volksbräuchen - Bräuche, die oft etwas Aberglauben und manchmal auch Trunkenheit beinhalten.

Die Katze aus dem Sack lassen
Um "die Katze aus dem Sack zu schlagen", ein bekanntes Fangspiel. Heringshautausschnitt von E. Ljung in Runa. Abgedruckt im "Minnesblad från NM 1888" Bild: Nordisches Museum (CC BY-NC-ND)

Das ging oft so weit, dass der Staat oder die Staatskirche den einfachen Leuten im Lande verbot, ihre alte Heimatkultur durch ihre Traditionen zu pflegen - eine Kulturzerstörung, die nie vergessen werden darf. Ein Bericht aus Skåne aus dem Jahr 1723 erzählt, wie die Behörden in Skytts härad ein Verbot für genau ein solches Reiterspiel, genannt "vädjolopp", aussprachen. Wer gegen das Verbot verstieß und das Spiel dennoch während der Fastenzeit innerhalb der Grafschaft ausübte, wurde mit 40 Mark in Silbermünzen bestraft.

Anderswo im Lande wurden Spiele abgehalten, die mit einem noch älteren magischen Glauben der nordischen Bauernschaft an die Vegetation und dem Wunsch der Bauern nach einer guten Ernte in Verbindung gebracht werden können. Auf dem Land in Mittelostschweden und in Norrland spielte man am Abend des Fetten Dienstags "go long flax" oder "große Rüben und langer Flachs". So wird das Spiel im Buch beschrieben Partys des Jahres (1953) von Albert Eskeröd.

Bei diesem Spiel trafen sich einige halbwüchsige Jungen und Mädchen in der Abenddämmerung an einem fetten Dienstagabend mit größeren und kleineren Schlitten. Sie suchten sich die steilsten Hänge, die sie finden konnten, denn das Skifahren sollte üppig und abenteuerlich sein. Die Schlitten wurden paarweise oder in langen Reihen zusammengebunden, und mit Rufen und Anfeuerungsrufen ging es die Hänge hinunter. Oft tauchten die talentierten Musiker des Dorfes vor Ort auf, und die Schlitten trugen manchmal Schärpen. Während des Abstiegs riefen sie: "Geh aus dem Weg! Langer Flachs und große Rüben!".

In Länna, Uppland, schrie man auf:

Langer Flachs auf unseren Feldern,
Scheiße und Dung auf Grannas

In Ösmo, Sörmland, schrien die Menschen auf:

Große Rüben und langer Flachs
und feine Nupas und fettige Blaue
und nur die Scheiße bekommen die Nachbarn!

In Leksand, Dalarna, klang es stattdessen:

Langer Flachs, langer Flachs
lang wie Leergut,
und zäh wie eine Sehne
und weiß wie Schnee.
Vater dieses Jahr und Mutter letztes Jahr,
Seidenmaske mit holprigem Haar.
Mala, mala, danke.
Hurra, hurra!

Mit einem Augenzwinkern wünschte man dem Nachbarn natürlich viel Pech. Im Gegenteil, die Tatsache, dass sich das ganze Dorf, Jung und Alt, auf diese Weise viele Male im Jahr zu verschiedenen traditionellen Spielen versammelte, zeigte einen sehr starken Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn.

In der Gemeinde Tåsjö in Ångermanland wetteiferte man am Fettis-Tag im Skifahren, wer den längsten Hanf hat. Dieses Detail verrät, dass wir es mit alten finnischen Dörfern zu tun haben. Der Brauch war in Finnland recht verbreitet, und die Finnen in Tåsjö bauten nicht Flachs, sondern Hanf an.

Ich lasse dieses Jahr die Fastenzeit aus, aber sieben Mahlzeiten - na ja, das kann ich mir schon vorstellen.

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Eine Idee zu “Fettisdagsgubbar och andra roliga upptåg – allmogens seder kring fastan

  1. Cajsa G sagt:

    Sehr erhellend! Lassen Sie die Katze aus dem Sack, bizarr. Und auch die Freddie Kreuger-Masken! Der Fetttag war früher definitiv eine größere Sache. Jetzt heißt es nur noch Grieß essen und das schon seit ein paar Wochen.

Kommentare sind geschlossen.