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Ein Schriftsteller und sein Blick auf die Geschichte - Vilhelm Moberg und Nils Dacke

Vilhelm Moberg im Jahr 1937, Fotograf Bertil Danielsson, SVT Bild
Vilhelm Moberg im Jahr 1937, Fotograf Bertil Danielsson, SVT Bild

In Vissefjärda und Virserum erinnern Statuen an Nils Dacke und die von ihm angeführte Rebellion. Nils Dacke ist also nicht vergessen, aber welches Bild haben wir heute von ihm? Und welches Bild haben wir von Vilhelm Moberg?

Der Artikel wurde zuerst in Vilhelm Moberg-Sällskapets småskrifter nr 7 veröffentlicht, Neuer Tag mit Moberg (2010). Nachdruck mit Genehmigung von Ulf. Danke!

Nils Dacke kämpade ju faktiskt med vapen för att bevara självstyret, sänka eller avskaffa skatter och mot fogdarnas övergrepp – den tidens rättsröta! Nils Dacke var alltså en upprorsledare mot sin rätta överhet, inte konstigt att Gustav Vasa fördömde honom och kallade honom: ”Tjuv, förrädare, icke en kristen man utan värre än en hedning… En grov best och skogssälle, föga bättre än ett oskäligt djur” Dessutom ledde Dacke lömska överfall. Idag hade han nog kallats terrorist! Men det gör man inte. I dag förknippas han med bröd, rallytävlingar, bussbolag och skolor, hedrande kanske men risken är att han blir ett ofarligt monument, som en staty i Virserum!

Auch Vilhelm Moberg ist nicht vergessen - aber wie wird an ihn erinnert? Seit 25 Jahren führe ich Bustouren durch und halte Vorträge über Moberg und sein Werk, und ich spreche viel über Moberg, den Emigrantenromanautor. Dieses Bild von Moberg hat sich vollständig durchgesetzt, ein Bild, das die Gefahr birgt, Moberg in ein harmloses nationales Denkmal zu verwandeln, der in einigen Teilen ein Rebellenführer war, mit der Schreibmaschine als Waffe!

Mobergs Geschichtsauffassung und damit auch seine soziale und politische Einstellung sind im Laufe der Jahre mehrfach diskutiert und analysiert worden. Nicht zuletzt ist das Buch von Johan Norberg Vilhelm Moberg der Widerständler im Timbro-Verlag ist von großer Bedeutung für den Versuch, Moberg zu einem bürgerlichen Liberalen zu machen. Letztes Jahr (2009) wurde die Doktorarbeit von Jens Liljestrand veröffentlicht Mobergland in dem ausführlich beschrieben wird, wie Moberg durch den Kalten Krieg beeinflusst wurde, als er die Auswandererbücher schrieb. Das Buch ist sehr interessant, auch wenn ich finde, dass Liljestrand manchmal versucht, Karl-Oskar, Kristina, Robert und Ulrika in seine Schablone des Kalten Krieges zu zwängen. Liljestrand führt auch ein wichtiges Argument über Moberg als nationalen Autor und die Kanonisierung der Auswanderer-Serie an. Genau das, was Moberg zu einem harmlosen Denkmal machen könnte!

Eine Kurzfassung von Liljestrands Buch und weitere interessante Informationen finden Sie in dem Buch der Vilhelm Moberg Gesellschaft Weiter mit Vilhelm Moberg (2009). Außerdem sind in den letzten Jahren zwei von Liljestrand herausgegebene Bücher mit Briefen veröffentlicht worden: ”Om Gud vill och hälsan varar” und ”Du tror väl att jag är död” und einen sehr interessanten Briefwechsel zwischen Vilhelm Moberg und Sven Delblanc: Bruder Ville, lieber Sven sowie das Hauptwerk Vilhelm Moberg bezieht Stellungeine Dissertation von Anna-Karin Carlstoft-Bramell, in der das gesamte journalistische Werk von Vilhelm Moberg vorgestellt und untersucht wird. Das Interesse an Moberg und seinen Schriften ist wirklich lebendig!

Alla ovan nämnda böcker har fördjupat min bild av Vilhelm Moberg och utan tvekan är han, framför allt på 1940 – 50-talet när han skriver Utvandrarromanen, en stor USA-vän och uttalad antikommunist som står Herbert Tingsten nära i många frågor. Liljestrand ger många belägg för detta, bl.a. i de brev Moberg skriver under sin tid i USA. Här några exempel:

Es ist eine Schande, dass ich 50 bin, bevor ich hierher komme, du hättest die letzten 30 Jahre hier leben sollen... Ich muss gestehen... wenn ich eins und das andere zusammenzähle: die völlige Freiheit hier draußen und all der Scheiß, über den man zu Hause liest... dann habe ich jeden Tag weniger Lust, wieder nach Hause zu gehen...

Meine Meinung über die schwedische Außenpolitik ist so gering, dass es kein Maß dafür gibt... Ich habe allen Neutralitätsidioten in höheren Positionen Treuebriefe geschrieben... sobald ich ein Mandat bekomme, werde ich den Atlantikpakt (NATO) im Namen Schwedens unterschreiben...

In diesen Büchern sind viele weitere Erklärungen und Briefe in gleicher Weise wiedergegeben.

Es gibt noch einen Moberg!

Aber es war ein anderer Moberg, dem ich begegnete, als ich mich in die Geschichte der Dackefejdens vertiefte und damit in Moberg-Bücher wie Verräterland und Meine schwedische Geschichte - erzählt von den Menschen. Dieser andere Moberg kann auch durch Romane wie Fahren Sie heute Abend!, Soldat mit zerbrochenem Gewehr und das Debattenbuch Otron's Artikel. Dieser Moberg findet sich auch in Otto von Friesens ausgezeichneter Auswahl von Meinungsartikeln in dem Buch In Ihrem eigenen Fall. Unbequeme Beiträge zum öffentlichen Diskurs (1984).

Wenn Moberg Dacke in Meine schwedische Geschichte påpekar han att ”Dackefejden var ett inbördeskrig, adel mot allmoge och utifrån detta blev det bedömt. Först senare tid har fastställt att det var ett verkligt folkuppror, svensk historias största”. Den som ”utifrån en ny radikal helhetssyn skall skriva om Dackefejden befinner sig på oröjd mark” skriver Moberg 1971. Det är inte helt sant men Moberg lägger ett tydligare klassperspektiv på Dackefejden än någon tidigare har gjort (möjligen med Fabian Månsson die Ausnahmen).

Der Dackeu-Aufstand 1541-43

Moberg sieht die Zeit vor Gustav Vasa als das goldene Zeitalter des Bauerntums und nennt vier Gründe für den Aufstand.

  • Die wichtigsten sind wirtschaftlicher Natur: neue und höhere Steuern und Abgaben. Professor Lars-Olof Larsson [Autor des Buches Dackeland] zeigt, dass die Steuererhöhungen bis zu + 300 % betragen könnten!
  • Politiska: slå vakt om det traditionella självstyret. Moberg skriver om Värend ”den upproriska landsändans” särställning, t.ex. de s.k. bondefrederna, se nedan.
  • Kirchlich: Beibehaltung der traditionellen katholischen Lehre und konkrete Beendigung der Plünderung der Kirchen: Allein im Jahr 1541 wurden 3,7 Tonnen Silber und Gold beschlagnahmt!
  • Soziales: das Fehlen von Gerechtigkeit, der Missbrauch der Vormünder.

Moberg drar en parallell till en då (1971) aktuell person, Che Guevara. Han vänder sig dock mot att helt likställa dessa två: Che Guevara kämpar för ett nytt samhälle, Dacke för återgång till ett gammalt, Che var kommunist och Dacke representerar en extrem bondeindividualism. Men, skriver Moberg, de förenas av sin okuvliga frihetsanda och ”som spontan befrielserörelse och kamp för elementära mänskliga rättigheter är Dackefejden fortfarande aktuell, en tidlös revolution”. Moberg gör även en annan aktuell liknelse när han skriver: ”Medeltida gerillakrigare låg i skogarna och sköt fogdar med pilskott ur bakhåll, en hänsynslös och grym krigföring, dock mindre grym än det moderna kriget i Vietnam, där piloter från skyddade håll högt ovan jord urskillningslöst mördar en värnlös bondebefolkning.”

Moberg weist auch auf die demagogischen Tricks von Gustav Vasa hin:

Der König selbst schrieb einen Brief im Namen der Dalamannen, in dem er die verräterischen Bürger in Småland verurteilte und seinem liebsten Herrn und König Gustav Hilfe gegen den diebischen Papst versprach. Der königliche Landvogt in Dalarna brachte das Wappen der Grafschaft auf dem falschen Brief an, der von verkleideten Landvögten in Bauernkleidung verbreitet wurde... Dieser Propagandacoup ist von den Nazis kaum übertroffen worden.

Gustav Vasa lyckades med det falska brevet lura med 500 dalkarlar att kämpa mot Dacke. Om detta skriver Moberg: ”Det utspelade sig en i folkens historia ofta inträffad och upprepad tragedi: människor i samma sociala ställning och med samma livsintressen deltar i krig på var sin sida och dödar varandra”. Detta är ju en historiesyn som kan uttryckas med ”arbetare i alla länder – förena er” eller ”folket mot herrarna”!

Moberg macht nicht viel Gebrauch von Klassenkonzepten und hat vielleicht selbst seine Sicht der Geschichte nicht mit der des historischen Materialismus gleichgesetzt, aber ich glaube, dass in Meine schwedische Geschichteals auch in Verräterlandargumentiert er oft in genau diesem Sinne. Auch der Lebensweg von Nils Dacke fasziniert Moberg, der schreibt:

Kein schwedisches Menschenschicksal ist mit dem von Nils Dacke vergleichbar: Bauer - Kronentorpedo - Guerilla - Rebellenführer - Häuptling von Småland - Unterhändler auf Augenhöhe mit dem schwedischen König - vom mächtigsten Mann der Welt, Kaiser Karl V., als Verbündeter gesucht - besiegter Rebellenführer - wieder Guerilla - Flüchtling.

Die Freiheitsrechte der Bauern

Moberg erörtert auch den sogenannten Bauernfrieden (Grenzfrieden) in Meine schwedische Geschichteund hier finden Sie ein interessantes Zitat über die Machtkämpfe zwischen dem schwedischen und dem dänischen Königshaus, insbesondere als Gustav Vasa den rechtmäßig ernannten Unionskönig, den Dänen Kristian II, herausforderte. Es gab Zeiten, in denen die Småländer nicht wussten, wer sich durchsetzen würde, wem sie Steuern zahlen würden. Moberg schreibt:

Bevor sie sich entschieden, wollten die Småländer sehen, wer gewinnen würde - eine opportunistische und unheroische Haltung, die an die schwedische Neutralitätspolitik während des Zweiten Weltkriegs erinnert. Aber das Ziel und der Zweck - die Erhaltung des Friedens - war im 16. Jahrhundert genauso gut und menschlich erklärbar wie 400 Jahre später.

Jämför denna inställning med tidigare citat där Moberg häcklar dem han kallar ”neutralitetsidioterna”, den så kallade tredje ståndpunkten, i Sverige på 1950-talet, när han vill ha med Sverige i Nato. Det är sannerligen två olika Moberg!

Moberg schreibt auch liebevoll darüber, wie die Erinnerung an die Bauernkriege in der Familie weiterlebte, und erwähnt, dass der Abgeordnete Jonas Jonasson aus Gullaboås (in Dackes Heimatstadt) durch diese Bauernkriege inspiriert wurde und vielleicht als erster in der Welt 1869 im schwedischen Parlament einen Antrag auf Frieden und Abrüstung stellte. Jonas Jonasson war der Meinung, dass diese Idee in der Bevölkerung immer beliebter wurde, aber die Herrschenden ihr immer weniger Beachtung schenkten, und er schlug eine Art UNO mit Bezug auf den Bauernfrieden vor!

Als junger Mann war Moberg ein Antimilitarist, wie Valter Sträng, die Hauptfigur in dem autobiografischen Roman Soldat mit zerbrochenem Gewehr. Moberg ändert seine Meinung in den 1930er Jahren angesichts der wachsenden Bedrohung durch Hitlerdeutschland, beschrieben in Gebt uns die Erde! (1939), dem dritten Teil der Toring-Triologie, in dem Abgesenktes Rating der Banknoten (1935) und Schlaflos (1937) är de andra två. Moberg gör både beredskap själv samt agiterar för starkt försvar – men vänder sig samtidigt mot censur och eftergifter! En sammanfattning av Mobergs syn på försvar/krigsmakt och militärt våld blir ”ett nödvändigt ont” och det ska vara för att försvara landets territorium – inte angripa andra länder!

Verräterland

Es ist dieser andere Moberg, dessen Stimme in seinem letzten Roman erklingt Verräterland (1967). Der Roman spielt im Grenzgebiet zwischen dem schwedischen Småland und dem dänischen Blekinge, unten an der Fursbrücke über den Lyckebyån, und handelt von zwei Familien auf beiden Seiten der damaligen Grenze zwischen Schweden und Dänemark im 16. Hier an der Furs-Brücke wurden mehrmals, mindestens 9 Mal, Bauernfriedensverträge geschlossen:

1361: als Valdemar Atterdag Südschweden angriff
1434: während des Engelbrekt-Aufstandes
1505: während des Krieges der Störe gegen die Kalmarer Union. Dieser Frieden ist der erste, dessen Text bekannt ist.
1514, 1520, 1611-13, 1642-44, 1657 und beim letzten Mal 1677. Es handelte sich um die traditionellen Führer der Gemeinde, Priester und andere Vertreter des Volkes.

Der eigentliche Text aus dem Jahr 1505 ist erhalten und spricht auch heute noch eine deutliche Sprache:

Wenn einer ihrer Herren auf dem Land des anderen Herren Säuberungen oder Schaden anrichten will und die Öffentlichkeit davon erfährt, dann sollen sie einander beistehen und niemand soll seinem Herrn über die Grenze folgen.

Der Text von 1657 ist ebenfalls erhalten:

Haben wir Frieden und nachbarschaftliche Eintracht geschlossen und uns gegenseitig zugesichert, dass trotz aller Zwietracht zwischen den beiden Kronen Schweden und Dänemark keiner der Männer dieser Gemeinden übereinander herfällt und mit Mord, Raub und Feuer dem anderen Schaden zufügt, ohne dass sie wie bisher gerechte nachbarschaftliche Beziehungen untereinander pflegen.

Dies ist ein Teil des realen Hintergrunds des Romans Verräterland. Wenn Moberg den Pfarrer den Vorschlag für einen Bauernfrieden/Grenzfrieden verlesen lässt, ist er fast wortwörtlich aus dem echten Text übernommen.

Moberg sah in diesen Bauernfriedensverträgen den Frieden des Volkes gegen den Krieg der Fürsten/Königreiche, während der König dies als Verrat ansah. Moberg ist also kein Pazifist, es gibt eine gerechtfertigte Gewalt, aber er ist auch kein Freund des Angriffskrieges, seine Ansicht ist die, die im Bauernfrieden zum Ausdruck kommt: Niemand soll seinem Herrn weiter als bis zum Grenzland folgen.

In seinem allerletzten Buch, Otron's ArtikelMoberg kommt auf dieses Thema zurück, wenn er Tore Zetterholms Buch bespricht Wir treffen uns bei Rynge. Moberg skriver: ”Finns det inte något som vi kan beteckna som nödvärnsvåld, som förtryckta folk tillgriper av ren självbevarelsedrift?”

När det gäller Vilhelm Mobergs uppfattning om USA skedde en rejäl omsvängning under 1960-talet, vilket framgår av efterordet ”20 år senare” i den delvis reviderade utgåvan av Die unbekannte Familie (1968). Där skriver Moberg att ”Förenta staterna är inte längre det land, till vilka rebeller och upprorsmän flyr” och att huvudorsaken till detta är Vietnamkriget.

Soldat mit zerbrochenem Gewehr

Für mich Soldat mit zerbrochenem Gewehr (1944) ist ein Schlüsselroman in der Frage der Bewertung von Vilhelm Moberg. In einem Brief an Sven Delblanc kommentiert Moberg die Kritik von der (S)-Seite an seiner Darstellung im Roman, die Sozialdemokratie habe ihre ursprünglichen sozialistischen Ideale aufgegeben:

”Men idag kan det inte tänkas en socialdemokratisk journalist som är så naiv… eller rentav dum att han går ut under en valrörelse och håller det föredrag som Valter Sträng höll 1921… han kom ju med hela programmet… partiets enda verkligt socialistiska för att inte säga marxistiska program…

Olof Palme är för mig redaktör Fläderbaum i ny upplaga…” (Moberg – Delblanc, s. 59)

Hur mycket av Vilhelm Moberg är då Valter Sträng? I en radiointervju 26/8 1969, nästan exakt 4 år innan Moberg valde att gå bort, ställer Ulf Örnkloo frågan och får svaret: ”Det är min mest självbiografiska romanfigur utan att vara nåt självporträtt. Jag ville teckna bilden av en idealist från arbetarrörelsens genombrottsår, en antimilitarist”, säger Moberg. ”Men”, fortsätter Moberg, ”själv frångick jag pacifismen när Hitler och Mussolini dök upp på scenen, jag insåg att det måste finnas ett nödvärnsvåld.”

Auf die Frage, ob Valter Sträng nicht so etwas wie ein Lieblingskind ist, antwortet Moberg:

Ja, keine meiner Figuren hat so viel von dem erlebt, was ich erlebt habe. Valter Sträng war politisch viel aktiver als ich. Valter wollte ein Klassenkämpfer werden. Vielleicht hatte ich als junger Mann diesen Ehrgeiz, aber als ich älter wurde, merkte ich, dass ich nicht für den Beruf des Politikers geeignet war. Ich bin der Meinung, dass ein Schriftsteller grundsätzlich keiner Partei angehören sollte, denn dann muss man irrelevante Überlegungen anstellen.

Moberg konstaterar också att det är ”självklart att jag står ganska långt till vänster i de allra flesta frågor precis som Valter Sträng, i alla de frågor där han tog ställning: tronen, svärdet, altaret och penningpåsen.”

Mobergs Sicht der Gesellschaft

In seinem Buch Mobergland erörtert Liljestrand, ob Mobergs Gesellschaftsauffassung als bürgerlich-liberal oder als anarchistisch-syndikalistische Seite der Arbeiterbewegung definiert werden kann. Man kann Vilhelm Moberg verschiedene Etiketten aufkleben, aber lassen Sie mich einige Vergleiche anstellen:

  • Zwischen dem Moberg, der in der Einleitung zu Meine schwedische Geschichte skriver att ”om jag varit född i en annan folkklass hade jag också skrivit en annan historia” och dagens akademiska och intellektuella elit där Folket närmast är ett fult ord eller något pinsamt från tidigare radikala tider man nu raljerar om!
  • Zwischen dem Moberg, der schreibt, weil er muss, und dem Entspannungs- und Unterhaltungsideal, das uns das Fernsehen heute bietet!
  • Zwischen dem Moberg, der Knut Toring seine demütigende Arbeit im Dienste der Dummheit quälen und schließlich aufgeben ließ, und der heutigen Detektivhysterie!
  • Zwischen dem Moberg, der einer unserer investigativsten Journalisten war, und dem Staat, der die IB-Informanten ins Gefängnis brachte!
  • Zwischen dem Moberg, der in der Einleitung zu Meine schwedische Geschichte skriver om den vrångbild av historien som läroböckerna gav, genom att utelämna fakta och dagens statligt styrda historieskrivning i form av ”Forum för levande historia”!
  • Zwischen den Mobergs, die während des Zweiten Weltkriegs Pamphlete für die Volksverteidigung schrieben, und den heutigen bezahlten schwedischen Berufssoldaten, denen schriftlich versprochen wird, dass sie in der ganzen Welt kämpfen können, zum Beispiel in Afghanistan. Die Wehrpflicht ist Teil der Demokratie; es ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch ein Recht, das Land zu verteidigen.

Wenn ich diese Vergleiche ziehe, dann nicht, um Vilhelm Moberg ein parteipolitisches Etikett aufzudrücken, sondern es geht um die Menschen in der Geschichte gegenüber den Behörden, ein Thema, das über Partei- und Blockgrenzen hinweg geht.

Oder wie Valter Sträng es ausdrückt, wenn er erklärt, für wen er schreibt:

Und so schreibe ich über diesen Hang, über andere Hütten in der Umgebung, ich erzähle von den Bewohnern dieser Hütten, von der Mühsal und der Not, der Armut und dem Stolz, der Demütigung und der Erhabenheit der Sumpfbewohner. Die Menschen zu beschreiben, nur weil sie Menschen sind.

Und meine Vorfahren erheben sich aus namenlosen, vergessenen Gräbern, Vater und Großvater und Urgroßvater erheben sich wieder aus dem Staub, und ich erzähle ihnen, was ich über sie weiß und was ich weiß, dass es wahr ist.

Und über die Frauen in den Häusern, über die Mütter und Großmütter und Urgroßmütter, die starken, schweigsamen Frauen, die die vielen Kinder gebären und die schweren Lasten tragen.

Dieses Volk hat im Schlummer gelegen, unterwürfig, widerstandsfähig, vergessen, stumm, ohne sich seiner Macht und Möglichkeiten bewusst zu sein. Ich möchte nun ein Bild von der Rasse der Analphabeten geben, das ich bisher in keinem gedruckten Buch erkennen konnte, denn ich stehe ihr selbst so nahe, dass ich die Analphabeten in der unmittelbaren Familie habe.

Ich möchte ihre Arbeit beschreiben, ihre Unklarheit erklären, ihr eine Stimme geben und sie bei ihrer Suche nach sich selbst begleiten.

Da kommt mir der Gedanke, dass dies meine wahre Berufung sein könnte - dass dies von nun an mein Klassenkampf sein könnte.

Man kann Moberg auf verschiedene Weise lesen, man kann ihm verschiedene Etiketten verpassen, man kann versuchen, ihn in eine beliebige Anzahl von Schablonen des Kalten Krieges zu pressen, aber ich kann ihn unmöglich in das aktuelle Gesellschaftssystem einpassen. Die Überwachung Das widersprüchliche Bild von Vilhelm Moberg wird verständlich, wenn man Mobergs Schriften als Teil der populären linken Tradition betrachtet, die seit der Französischen Revolution existiert. Sie umfasst nicht nur die Arbeiterklasse im engeren Sinne, sondern das arbeitende Volk. Zu Mobergs Zeiten waren es die einfachen Leute, d.h. die Bauern, die Kleinbauern, heute sind es die Arbeiter, die Beamten, die Angestellten im Gesundheitswesen, die Geschäftsleute, also die große Mehrheit der Bevölkerung.

Denna folkliga vänster inskränks inte till partier och människor som kallar sig socialistiska, vänster eller vad man vill utan är mycket bredare. Det är den vänster som vill återerövra den medvetet utelämnade historien, eller som Valter Sträng säger: ”Jag vill återuppväcka de döda” och med det menar han träskofolket och dess historia.

Es ist der Kampf gegen die korrupten Behörden, den Moberg schon in Cash short, fortgesetzt mit in A P Rosell Bankdirektor und gipfelt in der Gerichtsverhandlung. Mein Vilhelm Moberg gehört zu dieser Tradition, und er ist eine prominente Figur in ihr!

Anmerkungen des Autors zur Wiederveröffentlichung

Titel Freischneidebord passt zur Seite Allmogens Highlights von Moberg und dort wohl auch Johan Norberg nur teilweise hineinpassen [in Bezug auf Norbergs Buch Vilhelm Moberg der Widerständler und sein Artikel über Vilhelm Mobergs Kampf gegen die Autorität]. Aber es gibt auch andere Seiten, die ich hervorheben möchte! Daher möchte ich die folgenden Bemerkungen anfügen. Das erste ist ein Zitat aus Soldat mit zerbrochenem Gewehr wo Moberg Valter Sträng Folgendes über seine Kindheit sagen lässt:

”Här hade jag min barnaväxt, fattig och torftig…Fosterlandet skänkte mig inga möjligheter, men hindrade mig inte heller från att själv erövra möjligheterna…i ett land utan denna mänskliga frihet hade min växt möjligen blivit förkvävd. Av det land…man födes inom har man rätt att kräva detta: Möjligheterna – och lika möjligheter! En utjämnad av denna skillnad i lotter är ett krav som min känsla för rättvisa uppburit genom åren…Fattigdomens lott skall ingen försöka göra vacker i mina ögon. Fattigdomen är enbart ful och förnedrande och förbittrande… och är en olycka, men icke någon nödvändig, av ödet pålagd olycka…Men den kan kanske i något fall skapa sig sin motvikt…i föresatsen att komma över dess förnedring. Så har det kanske varit i mitt fall.”

Moberg sieht also Klassenunterschiede/Ungleichheit nicht als vom Schicksal auferlegt, sondern als Ergebnis der Klassengesellschaft.

Einige, wie Johan Norberg, versuchen, Moberg zu einem Liberalen zu machen, und sicherlich gibt es auch diese Seite. Aber dann vergisst man, was Moberg im letzten Brief an Schweden geschrieben hat:

När Karl-Oskar anklagar jägaren Nöjd för att hans hundar dödat får på hans marker så svarar Nöjd: ”Dina marker Nelson… de är lika lite dina som mina! …Allt landet här är stulet från indianerna!” När Karl-Oskar svarar att han inte stulit utan köpt svarar Nöjd: ”Men du har köpt tjyvgods! Du har fått allt förbannat cheap… Språka du tyst om dina marker, Nelson.” Karl-Oskar hotar att angripa Nöjd som då säger: ”Din handel är hederlig, allright. Den är gjord efter lagen. Lagen som de vita stiftat efteråt – efter stölden. Men du kan inte köpa ett kappland mark i Amerika som inte är tagit eller lurat från indianerna! Vad hade regeringen betalt dem för hela Mississippidalen? … En 200-dels cent för en acre… För den fruktbaraste jorden i världen. Det var tjuvarnas pris… och inte ens denna spottstyver kunde indianerna få ut! Det var bara svälten kvarlämnad åt dem! Behåll dina fåraskinn, Nelson. Köss mej sen i asshålet!”

Oder bei der Frau des Mannes:

När Håkan inte kan betala sina skulder och föreslår att man ska stjäla ihop det blir Märit förskräckt och säger att skuld måste betalas av alla hederliga svarar Håkan: – ”Hederlig? Vem är hederlig, känner du nån… Eller kunde hon säga vem som sålde jord åt den förste bonden? Nej… ty den förste bonden stal jorden… Märit menar att den som odlat upp jorden har ärligt betalt med sin möda” och Håkan svarar: – jag har mödat mig sju år på mina åkrar, men de är inte mina än. De blir aldrig mina!… nu hade 7 år av hans liv gått åt för att köpman Schörling skulle få sin årliga ränta… nu kunde det räcka. Man tänkte förstås att han skulle låta det fortgå på samma sätt … ända tills han bars till graven. Då kunde ju en präst stå upp vid hans mull och säga: ”Här i kistan vilar Håkan av Ingelssönernas släkt. Av jord är han kommen, hans liv gick åt till betalning av räntor och skatter för jorden, till jord skall han åter varda!”

Moberg sieht also, dass Privateigentum nicht etwas Natürliches oder Ewiges ist. Allmogens zitiert zu Recht viel von Moberg über Krieg und Frieden, über die Verteidigung des Landes (worauf ich in dem Text über Moberg und Dacke eingehe). Auch hier gibt es Zitate, die Mobergs Einblick in die Klassengesellschaft zeigen.

Moberg påtalar att ”alla krig uppstår ur sociala problem” (skriften Nordeuropa 1938) och ”Det är ju ytterst om jordens naturtillgångar som människorna idag kämpar…” (ur Oxford och vi, In eigener Sache s 17) och avvisar därmed den idealistiska syn som den s.k. Oxford-rörelsen förde fram under 30-talet. Moberg skriver ironiskt om förvaltartanken som Oxford förespråkar och konstaterar att då kan godsägaren fortsätta att ”förvalta” sin egendom för han avkrävs inte redovisning i denna världen! Men hans statare är och förblir statare, det är nu så bestämt enligt Guds förordning! Moberg konstaterar att Oxfordrörelsen inte vill ändra fördelningen av jordens håvor – det bestående skall lämnas ifred!

Moberg macht hier eine fast historisch-materialistische Analyse der Oxford-Bewegung, er sieht ihren Klassencharakter.

Von einem fast unkritischen Bewunderer der Vereinigten Staaten wurde Moberg in den 1960er Jahren immer kritischer, nicht zuletzt gegenüber dem damals laufenden Krieg in Vietnam. In einem Nachwort zum Buch Die unbekannte Familie (1968) schreibt er:

”Jag anser inte att Amerika har några godtagbara skäl att föra krig i Asien… jag kan inte på något sätt se det som USA: s försvarskrig. Den väldiga amerikanska kontinenten är ju inte på något sätt hotad av Nordvietnams folk även om dess regim är kommunistisk…

Världens starkaste militärmakt… öser ständigt bomber över Nordvietnams arma bönder… och offret för USA: s bombningar är ett primitivt bondeland som inte kan nå angriparen med motsvarande terrorvapen i dennes eget land… Vi borde vid det här laget ha genomskådat en av världshistoriens största och ödesdigraste lögner: att ett folk kan försvara sitt fosterland genom att angripa andra folk, att fosterlandet kan försvaras även i andra länder.”

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